Dieser Beitrag war ursprünglich Teil eines längeren, ziemlich unzusammenhängenden Textes auf Dunyalook. Ich habe ihn geteilt und mich auf die naturräumlichen Beobachtungen beschränkt, die Teil des Sommer-Kapitels sein werden. Der Text wird noch stark umgearbeitet, seine zentralen Beobachtungen aber bleiben.WeiterlesenBusfahrt Berlin-Franken
Autor: Thomas Schad
Ich erinnere mich noch sehr genau daran, wie das neue Millennium für mich begann. Ich verbrachte damals die Weihnachtsferien samt des Jahreswechsels zusammen mit der Ständy, die nicht zu unserem Jahrgangstreffen gekommen war, in Südtunesien. Während wir mit Gedanken an unser kurz bevorstehendes Abi in den Flieger nach Monastir stiegen, bereiteten sich unsere Gastgeber auf ihr Bac vor, das dort offenbar eine noch viel strengere und ernsthaftere Angelegenheit war als das Abitur bei uns. Unsere Freunde holten uns am Flughafen Monastir im Sahel ab, von wo es mit dem Zug in Richtung Südosten ging. Irgendwo endete die Zugfahrt, gefolgt von einer Taxifahrt nach Gafsa, wo wir die nächsten zwei Wochen über wohnten…Weiterlesen(6) Das Millennium beginnt am Chott el Djerid und hält keines seiner Versprechen
Das grafische Motto der Abi-Zeitung zeigt dreizehn Spermien (Schuljahre) neben einem Raumschiff im Weltall auf ihrem Weg in die Zukunft. Eher beiläufig ist wohl ein allgemein verbreiteter Zeitgeist rund um die Zahl 2000 auf das Cover geraten, der zwischen futuristischer Euphorie und dem sogenannten Jahr-2000-Problem hin- und herschwankte. Heute fordert dieses symbolschwangere Bild — um die Spermien-Allegorik weiterzudenken — geradezu auf, sich mit der Masse optimistischer Botschaften hinter der Zahl 2000 noch einmal etwas genauer zu beschäftigen.Weiterlesen(5) Übergangsriten und das Jahr-2000-Problem
Obwohl die Atmosphäre grundsätzlich heiter war, so schien den gesamten Abend über auch eine diffuse Form von Traurigkeit durch die Gespräche und aus den Gesichtern. Die unterschwellige Traurigkeit an diesem Abend hatte nicht vordergündig mit den mindestens vier Sterbefällen zu tun, die unser Jahrgang inzwischen zu verzeichnen hat. Vielleicht war die Traurigkeit ja auch eher im Phantomschmerz über einen zurückliegenden Heimatverlust begründet — mit anderen Worten: Nostalgie.Weiterlesen(4) Heitere Gespräche bei diffuser Traurigkeit: ein Fall von Nostalgie?
(3) Das Jahrgangstreffen in Zeil
Im Bourdieu-Jahr 2004 lag natürlich objektiv betrachtet gar nichts wahnsinnig lange zurück. Das Abitur, diese ach so wichtige Wegmarke, auf die man sich jahrelang vorzubereiten hatte, war gerade vier Jahre her. Was wurde doch für Angst und Schrecken vor diesem Prüfungsritual verbreitet. Und dann war es auf einmal vorbei und ließ uns fortgehen — einfach so. Das Wort Abitur bedeutet auch gar nichts anderes, als dass man fortzugehen hatte: abire, fortgehen.Weiterlesen(3) Das Jahrgangstreffen in Zeil
Im zweiten Teil meiner Essay-Reihe, die in Folge des 25-jährigen Abiturtreffens im Sommer 2025 entstanden ist, beschäftige ich mich mit Klassenfragen. Ich kehre zurück ins Jahr 2004, das unter dem Strich von der Lektüre Pierre Bourdieus geprägt war. Weiterlesen(2) Das Bourdieu-Jahr und ein paar wichtige Klassenfragen
(1) Das fünfundzwanzigste Jahr
Weiß der Abiturient von damals heute, welche Weichen er gestellt hatte und wohin er aufgebrochen war? Kennt er jetzt seine Richtung? Und wie sollte er sie sehen können, ohne die eigene Herkunft zu betrachten? So ließen sich die Leitfragen dieser momentan zehnteiligen Essay-Reihe anlässlich des 25. Abiturjahrgangstreffens am 25. Juli 2025 in Franken zusammenfassen. Hier Teil 1 (Einleitung).Weiterlesen(1) Das fünfundzwanzigste Jahr
Es ist natürlich einigermaßen merkwürdig, wenn Enkelkinder mittleren Alters über ihre verstorbenen Großeltern wie über Kinder schreiben. »Kinder der Flucht« heißt eine vierteilige Oral-History Reihe auf ARD, die mich an meine aus der Sowjetunion geflohene Großmutter erinnert hat. Nachdem ich in einem Beitrag über die Schlüsselblumenwiese schon kurz darüber geschrieben hatte, hat mich die Filmreihe zu diesem Beitrag angeregt.WeiterlesenKinder der Flucht: 80 Jahre nach Kriegsende
Trügerische Üppigkeit
Besuche in der Rhön und in den Haßbergen sind für mich spätestens seit dem ersten Lockdown der Covid19-Pandemie immer mit…WeiterlesenTrügerische Üppigkeit
Bildergalerie: Burgruine Altenstein
Die Burgruine Altenstein in Unterfranken gilt als „Bilderbuchruine“ und wird ihrem Ruf durchaus gerecht, wie die Bilder zeigen. An diesem 28. Dezember 2024 meinten es die Nebelgnome gut mit dem höher gelegenen Haßbergbereich, während weiter unten eine graue Nebelsuppe den nächsten Rauhreif zubereitete.WeiterlesenBildergalerie: Burgruine Altenstein










