Kategorien
Herbst

„Crimen exceptum“: Franken als Hochburg des Hexenwahns der frühen Neuzeit (II)

»Wer sich in die Geschichte der Hexenprozesse vertieft, betritt eine Welt ohne Licht und Wärme, eine Welt, wo nur Schmerz und Trauer und Verzweiflung, kalter Haß und blindes Vorurteil herrschen; wahrlich die Welt des Teufels«, so die Worte des Forschers Hugo Zwetsloot. Im zweiten Teil dieser Beitragsreihe über die Hexenverfolgungen der Frühen Neuzeit in Europa habe ich mir vor allem die Hexenprozesse von Anklage bis Scheiterhaufen genauer angeschaut — auf der Suche nach wiederkehrenden Pathologien der Geschichte.Weiterlesen„Crimen exceptum“: Franken als Hochburg des Hexenwahns der frühen Neuzeit (II)

Kategorien
Herbst

„Crimen exceptum“: Franken als Hochburg des Hexenwahns der frühen Neuzeit (I)

In dieser kommentierenden und textnahen Rezension des Buchs „Hexen und Hexenprozesse in Deutschland“, herausgegeben vom Historiker Wolfgang Behringer, nähere ich mich dem Zusammenhang einer folgenreichen Komplizenschaft an: jener zwischen Klimageschichte, den Hexenverfolgungen in der Frühen Neuzeit Mitteleuropas, Bezügen zu Antijudaismus und Antisemitismus — sowie Parallelen zu unserer Zeit, die ebenfalls stark von Umweltveränderungen und reaktionären Dynamiken geprägt ist. Weiterlesen„Crimen exceptum“: Franken als Hochburg des Hexenwahns der frühen Neuzeit (I)

Kategorien
Sommer

(3) Das Jahrgangstreffen in Zeil

Im Bourdieu-Jahr 2004 lag natürlich objektiv betrachtet gar nichts wahnsinnig lange zurück. Das Abitur, diese ach so wichtige Wegmarke, auf die man sich jahrelang vorzubereiten hatte, war gerade vier Jahre her. Was wurde doch für Angst und Schrecken vor diesem Prüfungsritual verbreitet. Und dann war es auf einmal vorbei und ließ uns fortgehen — einfach so. Das Wort Abitur bedeutet auch gar nichts anderes, als dass man fortzugehen hatte: abire, fortgehen.Weiterlesen(3) Das Jahrgangstreffen in Zeil